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Vertragliche Vereinbarung mit der Bank

Die Umwandlung des gepfändeten Girokonto in ein P - Konto erfolgt durch eine vertragliche Vereinbarung mit der Bank. Teilen Sie Ihrer Bank einfach mit, dass Sie Ihr Konto in ein P - Konto umwandeln lassen möchten. Soweit Sie nicht bereits über ein P - Konto verfügen, ist Ihre Bank verpflichtet, Ihnen ein P - Konto einzurichten. Eine P - Konto Bescheinigung ist zur Eröffnung des P - Kontos nicht erforderlich. Diese benötigen Sie nur zur Erhöhung des Grundfreibetrags. 


Nach gesetzlicher Regelung kann nur das für den Zahlungsverkehr bestimmte Girokonto in ein P - Konto umgewandelt werden. Andere Konten wie zum Beispiel das Sparkonto oder Festgeldkonto können nicht in ein P - Konto umgewandelt werden. Insoweit sind diese Konten gegen Pfändungen ungeschützt. 


Anspruchsberechtigt zur Eröffnung eines P - Kontos sind nicht nur Privatpersonen, sondern auch Selbständige und Gewerbetreibende. Daher kann auch das Geschäftskonto in ein P - Konto umgewandelt werden. Dagegen ist es nicht möglich, ein Gemeinschaftskonto mehrerer Personen in ein P - Konto umzuwandeln. Eine gemeinschaftliche Nutzung des P - Kontos ist aber durch entsprechende Vollmacht möglich. 


Den Antrag auf Eröffnung eines P - Kontos kann nur der Kontoinhaber persönlich stellen. Die Bank muss spätestens am vierten Geschäftstag nach Antragstellung das gepfändete Konto in ein P - Konto umwandeln. Für das Eröffnen und Führen eines P - Kontos darf die Bank keine Gebühren vom Kontoinhaber verlangen. Die Bank darf auch nicht das Geschäftsverhältnis zum Kontoinhaber anlässlich der Kontopfändung kündigen. Sie kann dem Kontoinhaber jedoch Zusatzleistungen wie Dispo-Kredite oder Kreditkarten entziehen. 


Das P - Konto kann jederzeit durch eine einseitige Erklärung des Kontoinhabers wieder in ein normales Girokonto umgewandelt werden.